Sie heißen Buddhas Hand, Tamarillo und Grenadilla und gelten als die Super-Exoten unter den Früchten. Bis auf eine findet man tatsächlich aktuell alle in gut sortierten Obstabteilungen. Dennoch dürften sie nur den Wenigsten tatsächlich aufgefallen sein. Wir von Obstbaron kennen sie natürlich alle und stellen Euch die außergewöhnlichen Exotenfrüchte vor:

Buddhas Hand: Wir haben alle schon mal von ihr gekostet, aber kaum einer dürfte sie in voller Schönheit gesehen haben: die Zitrusfrucht Buddhas Hand. Dabei ist sie ein wirklich beeindruckender Anblick: Diese Frucht sieht auf den ersten Blick wirklich aus, als würden sich einem lange, knorrige Finger entgegenstrecken. Gleichzeitig erinnert die Beschaffenheit der Schale an eine Zitrone. In China symbolisiert diese Frucht Glück, Zufriedenheit und ein langes Leben. Sie ist dort ein traditionelles Neujahrsgeschenk und ihre intensiv duftende Schale wird gern als Lufterfrischer eingesetzt. Warum wir alle diese Frucht kennen müssten? Buddhas Hand wird durch den geringen Fruchtfleischanteil und die nicht bitter schmeckende Schale häufig für Zitronat, Liköre wie Limoncello und Marmeladen verwendet.

In der Obstabteilung gibt es Buddhas Hand hierzulande leider nicht zu kaufen. Aber im Gartencenter kann man tatsächlich über die pflegeleichte Pflanze stolpern.

Mehr über die seltene Frucht erfahrt Ihr im Galileo-Beitrag:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=C2C7YcmNsDU

Tamarillo: Die rote, eiförmige Tamarillo dürfte jetzt wieder öfter im Obstangebot auftauchen. Die tropische Frucht gehört zur Gattung der Baumtomaten und hat – gut ausgereift und mit sattroter Schale – einen süß-herben Geschmack, der sich lohnt. Man kann sie pur essen und einfach auslöffeln oder Saft daraus zaubern. Ihr frisch-fruchtiger Geschmack verleiht auch Cremes oder Marmeladen eine besondere Note.

Typisch Tomatengewächs: Die Frucht kann auch wunderbar für herzhafte Speisen eingesetzt werden. So wird sie in Südamerika gerne zu Fleisch- und Fischgerichten gereicht und in Chutneys verwendet. Die schwarzen, weichen Samen in der Fruchtmitte sind mit Fruchtgelee gefüllt und sollten unbedingt mit verspeist werden, denn sie sind der hauptsächliche Geschmacksträger. Die Schale sollte nicht mitgegessen werden und kann mit einem Sparschäler entfernt oder abgebrüht und abgepellt werden.

Ein englischsprachiges Video von „TheKiwiGrower“ über Herkunft und Verwendung der Tamarillo seht Ihr hier:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=lnVMCZnfk1g

Grenadilla: Auch dieses tropische Schätzchen in hellem Orange findet Ihr jetzt mit etwas Glück im Supermarktregal. Die Grenadilla ist mit der Maracuja verwandt und wird genauso verwendet. Wer die besondere Säure der Frucht und den unglaublich fruchtigen Geschmack mag, kann sie direkt pur aus der Schale löffeln – wobei ein wenig zusätzliche Süße sicherlich nicht schaden kann.

Wer das vollmundige Aroma für Desserts, Saft, Marmeladen oder Eis nutzen möchte, muss auch bei dieser Variante der Passionsfrucht das Fruchtfleisch durch ein Sieb passieren. Anders ist das geleeartige Fruchtfleisch nicht von den vielen vielen Kernen zu trennen. Der Fruchtsaft soll eine beruhigende und blutdrucksenkende Wirkung haben. Vor allem aber enthält die Frucht reichlich Vitamin C.

Ein Rezeptvideo für Grenadilla-Walnuss-Törtchen findet Ihr hier auf dem Kanal von Edeka Südwest Rezepte:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ZMn_XRBG1bM

Drachenfrucht: Diese knallbunte Frucht sticht dermaßen ins Auge, dass sie längst zu den bekanntesten Exotenfrüchten gehört. Kulinarisch aber ist die Drachenfrucht für viele eine herbe Enttäuschung. „Schmeckt nach nichts“, ist der meistgehörte Kommentar zum Fruchtfleisch, das man ganz einfach aus der Schale löffeln kann. Also hat es die Frucht nur aufgrund ihres außergewöhnlichen Aussehens in unsere Obstregale geschafft? Nicht unbedingt. Die Pitahaya oder Pitaya, wie sie eigentlich heißt, stammt aus Mittelamerika und gehört zur Familie der Kakteenfrüchte. Sie enthält blutbildendes Eisen sowie Kalzium und Phosphor, die Knochen und Zähne stärken. Sie ist außerdem prall gefüllt mit Magnesium und Ballaststoffen, die der Verdauung gut tun. Klassischerweise wird die Drachenfrucht nicht als Hauptzutat verwendet, sondern beispielsweise als Tortendeko, als Zugabe im Obstsalat oder etwa auch als Topping auf Rucolasalat. Übrigens. Wer die Pitaya einmal frisch geerntet in einem ihrer Herkunftsländer gekostet hat, berichtet, dass die Frucht dort tatsächlich einen recht angenehmen Eigengeschmack hat, der entfernt an Erdbeeren erinnert.

Ein Rezeptvideo für Drachenfrucht-Kiwi-Smoothie findet Ihr hier bei meLanche:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=g5A35Ta9Dx0