Wenn der Sommer endet und der Herbst beginnt, schmeckt nicht nur das heimische Obst besonders gut. Auch für einige Exoten ist jetzt die beste Zeit. Dazu gehört zum Beispiel die Feige, die jetzt Hochsaison hat und vor allem aus Italien und Frankreich frisch importiert wird.

Die Feige ist von süß bis herb und herzhaft ein hervorragender Begleiter zu vielen Gerichten. Sie ist süß, kernig und mit ihren vielen essbaren Kernen ein wenig speziell. Zudem ist sie reich an Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen, ist säurearm und enthält verdauungsfördernde Enzyme.

Die Feige gehört zur Pflanzenfamilie der Maulbeergewächse und zählt zu den ältesten Nutzpflanzen. Nicht umsonst ist der Feigenbaum der erste in der Bibel erwähnte Baum – nämlich der, mit dessen Blättern sich Adam und Eva bedecken, nachdem sie sich ihrer Nacktheit bewusst werden. In der griechischen und römischen Mythologie wurden ihr allerhand sagenhafte Eigenschaften zugeschrieben. Romulus und Remus, die Gründerväter der Stadt Rom, sollen unter einem Feigenbaum von einer Wölfin gefunden und genährt worden sein. Allgemein stand die Feige im Altertum wohl für Wohlstand und Frieden, wurde vielfältig genutzt und auch das Holz des Feigenbaums war ein wertvoller Rohstoff.

Die Feigen reifen übrigens nicht nur in der Mittelmeerregion. Auch in Deutschland gedeihen sie an sonnigen und geschützten Plätzen. Besonders viele Feigenbäume stehen in der Pfalz.

In der Handhabung sind Feigen richtige Sensibelchen. Eine falsche Bewegung, etwas zu viel Druck und schon ist die zarte Schale beschädigt oder die ganze Frucht gequetscht. Die Feige sollte also keinesfalls in den Einkaufskorb zwischen andere Lebensmittel gelegt, sondern einzeln transportiert werden. Die Feige ist reif, wenn sie weich aber nicht matschig ist und leicht duftet.
Feigen sollten nach dem Kauf umgehend verzehrt und nicht länger als zwei Tage gelagert werden.

Das Fruchtfleisch kann aus der halbierten Frucht gelöffelt oder aus der geviertelten Frucht direkt herausgenascht werden.

Süß, herzhaft, zu kalten oder warmen Speisen – wie genießt man die Feige am besten?

Die Feigenmarmelade zu Käse oder Wildgerichten ist längst ein Klassiker. Dass Feige, Honig, Walnuss und Ziegenkäse eine unschlagbare Kombination sind, auch. Überhaupt passt die Frucht ganz hervorragend zu kräftigen Begleitern. Sie macht sich aber auch fein in Desserts, beispielsweise zu Walnusseis oder Joghurt, aufs Frischkäsebrot oder im Kuchen.

Getrocknete Feigen eignen sich fein püriert als natürliches Süßungsmittel für Desserts oder fein gewürfelt als überraschende Zutat für herzhafte orientalische Gerichte.

Ein Rezept für orientalischen Couscous-Salat mit Feigen gibt’s hier von Kitchen Stories:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=KyK7AGWrB_E

Karamellisierte Feigen mit Mascarpone bereitet Cook it clever für euch zu:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=aEs5IRbfg_w

Lust auf Feigen-Tarte? Wie es geht, verrät euch Mira vom BakeClub:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=79YFEozeRDE

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