Seien wir ehrlich, botanisch gesehen ist Rhabarber gar kein Obst sondern Gemüse. Aber weil sich so herrlich frische Schorlen, Kuchen und Kompotte aus ihm zaubern lassen, wollen wir an dieser Stelle mal ein Auge zudrücken. Stattdessen verraten wir euch ein paar Fun Facts und die leckersten Rezepte rund um die Frühlingspflanze.

Erster Tipp: Wenn ihr die Chance habt, solltet ihr zu rotschaligem Rhabarber greifen. Er ist deutlich süßer als sein grünschaliger Verwandter und es muss weniger Zucker zugegeben werden.
Zweiter Tipp: Die Rhabarbersaison geht gerade erst los – jetzt ist der beste Zeitpunkt zuzugreifen, wenn ihr es milder im Geschmack mögt. Denn je weiter die Saison fortgeschritten ist, desto saurer werden die Stängel, die mit dem Sauerampfer verwandt sind. Die Saison endet am 24. Juni – darauf haben sich Handel und Landwirtschaft festgelegt.

Dass der Rhabarber frisch ist, erkennt ihr daran, dass die Stangen glänzen und fest sind.

Rhabarber süß und herzhaft – so bereitet ihr ihn zu

Der Rhabarber muss vor dem Verarbeiten geschält werden. Das geht so: Ihr entfernt die Blätter und setzt oben mit einem scharfen Messer an. Dann zieht ihr die harten Fasern nach unten ab. Besonders faseriger Rhabarber kann auch mit dem Sparschäler geschält werden. Wer sich Arbeit sparen möchte, sollte zu besonders jungem Rhabarber greifen. Hier fällt wenig oder gar keine Schälarbeit an.

Und was zaubern wir nun Leckeres? Aus Rhabarber lassen sich fein herbe Limonaden, Kompotte, Kuchen aber auch raffinierte herzhafte Gerichte zaubern.

Klar, der ganz große Klassiker ist der Rhabarber-Baiser-Kuchen, deshalb findet ihr natürlich ein Rezept für den köstlichen Sonntagsschmaus bei uns. Wir haben die Variante mit Mandel-Baiser von Silvia W-K getestet und können Sie euch uneingeschränkt weiterempfehlen:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=NZFFGHQ2SUg

Wer es etwas unkomplizierter mag, dem sei der Rhabarber Crumble von Stephans Genusszone empfohlen:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=OW0ReapMSj0

Wer traut sich an herzhafte Rhabarber-Varianten heran?
Ein pikantes Rezept für Putenbrust mir Rhabarber-Chutney findet ihr beim Low Carb Kompendium:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=j97Xhw5e2V0

Disclaimer: War da nicht was?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Rhabarber giftig ist. Das stimmt zwar nicht, tatsächlich sollten aber Menschen mit Nierenproblemen Rhabarber meiden. Rhabarber enthält auf 100g etwa 460 Milligramm Oxalsäure.

Die Oxalsäure sorgt dafür, dass Mineralstoffe wie etwa Kalium nur noch eingeschränkt von der Darmschleimhaut aufgenommen werden können. Da sie über die Nieren ausgeschieden wird, ergibt sich der Ausschluss für Menschen mit Nierenschädigungen oder Nierensteinen. Verhältnismäßig viel Oxalsäure ist beispielsweise auch in Roter Bete, Mangold und Spinat enthalten. Bei Rhabarber gilt: Vor allem in den Blättern ist der Anteil hoch, weshalb sie unbedingt entfernt werden sollten. Beim Kochen verringert sich der Oxalsäuregehalt noch zusätzlich.

Für gesunde Menschen stellt Rhabarber in üblichen Mengen kein Problem dar. Sie profitieren von den guten Inhaltsstoffen wie Eisen, Phosphor und die Vitamine C, A und B1. Zudem enthält Rhabarber viele Ballaststoffe, was sich positiv auf die Darmtätigkeit auswirkt.