Wie viel Vitamin C steckt tatsächlich in Orangen? Und wie bereitet Ihr Euch leckere Vitaminbomben zu? Das erfahrt Ihr hier.

Die Erkältungssaison ist in vollem Gange und es ist kaum möglich, den Viren und Bakterien auszuweichen, die gerade munter durch die beheizten Räume wirbeln. Denn hättet ihr’s gewusst? Es ist noch gar nicht abschließend geklärt, warum im Herbst und Winter so viele Erkältungskrankheiten die Runde machen. Die kalten Temperaturen alleine erklären nur, warum der Körper möglicherweise anfälliger wird, aber dass mehr Viren kursieren, erklärt das nicht. Es wird vermutet, dass die Häufung vor allem durch eine gestiegene Ansteckungsgefahr zustande kommt. Im Herbst und Winter halten sich Menschen häufiger in engen Räumen auf, die Heizungsluft trocknet zudem die Schleimhäute aus und macht sie anfälliger.

Was also tun? Beheizte Räume mit vielen Menschen zu meiden, könnte gerade im Büro und im Weihnachtsgeschäft schwierig werden. Also heißt es Abwehrkräfte stärken! In Eurem Obstbaron Obstkorb findet ihr jetzt wieder viele köstliche Vitaminbomben. Doch was hilft tatsächlich und wie viel davon sollte man zu sich nehmen? Ein Überblick über den aktuellen Kenntnisstand:

Ganz schön empfindlich und eigentlich gar kein Vitamin

Erwachsene benötigen etwa 100 Milligramm Vitamin C pro Tag. Es soll die Abwehrkräfte stärken und dazu beitragen, die Genesungszeit bei einer Erkältung zu verkürzen. Außerdem stärkt es das Bindegewebe und hilft dabei freie Radikale zu fangen. Vitamin C ist streng genommen gar kein Vitamin, sondern eine Ascorbinsäure. Es kann nicht vom Körper selbst gebildet werden und muss vollständig übe die Nahrung aufgenommen werden.

Da Vitamin C äußerst hitze- und lichtempfindlich ist, kommt man mit eingekochtem Obst nicht weit. Auch Säfte sind nur dann ein optimaler Energielieferant, wenn sie nicht erhitzt wurden. Allerdings werden sogar häufig Direktsäfte erhitzt, um sie haltbarer zu machen. Das muss noch nicht einmal auf der Verpackung deklariert werden. Wer also ganz sicher gehen möchte, den vollen Vitamingehalt zu bekommen, sollte seinen Orangen- oder Grapefruitsaft frisch pressen.

Kein Kochen, kein Verdünnen – als besonders gesund und aktuell sehr angesagt gilt das peruanische Nationalgericht Ceviche. Dabei wird Fisch mit Zitronen- oder Limettensaft mariniert, wodurch das Eiweiß ähnlich wie beim Kochen zersetzt wird und den Fisch gart. In Kombination mit gutem Öl, Staudensellerie und Kräutern wird daraus eine rundum gesunde Mahlzeit. Ein Rezept findet Ihr hier von DAK – Gesundheit:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=pwAI1QADlxo

Vitamin C – lieber Kohl-Smoothie statt Orangensaft?

Aber wie viel Vitamin C enthalten die klassischen Zitrusfrüchte überhaupt? Auch hier gibt es eine Überraschung: Schon 2 Orangen oder 3 Clementinen decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Mit einer großen Grapefruit deckt man etwa 75 Prozent seines Tagesbedarfs. Noch mehr Vitamin C enthalten allerdings Paprika, Fenchel und Kohlrabi. Auch Brokkoli, Rosenkohl und Grünkohl enthalten viel Vitamin C. Da diese Gemüse allerdings überwiegend gekocht verzehrt werden, verlieren sie beim Garen wieder deutlich gegenüber den Zitrusfrüchten. Ein grüner Smoothie wäre da durchaus eine Überlegung wert.

Tipps für grüne Smoothies – auch mit Zitrusfrüchten – gibt es hier bei Joannas Essentials:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=k0cbbA9gGQU

Nahrungsergänzungsmittel Ja oder Nein?

Und wie steht es um Tabletten und Pulver mit Vitamin C? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung vertritt den Standpunkt, dass das nicht nötig ist. Unsere Nahrung enthalte bereits Vitamin C in mehr als ausreichender Form. Zudem sind die Nahrungsergänzungsmittel häufig höher dosiert als eigentlich nötig. Während man über die Nahrung kaum eine Vitamin-C-Überdosis bekommen kann, ist dies mit Präparaten durchaus möglich. Bei gesunden Menschen wird der Überschuss einfach über den Urin ausgeschieden. Menschen mit einer Stoffwechselstörung können jedoch mit Übelkeit und Durchfall reagieren.

Ihr wollt Euch selber eine Power-Paste anrühren? Ingwer, Zitrone und Honig ergeben zusammen ein mit Vitaminen und Enzymen vollgepacktes Power-Paket. Aber Achtung: Bitte nicht in gerade frisch gekochten Tee einrühren. Die Enzyme des Honigs und das Vitamin C der Zitrone mögen keine Hitze. Lieber in den lauwarmen Tee rühren oder – noch besser – pur löffelweise verzehren.

Ein Rezept für dieses alte Hausmittel gibt’s hier bei Kalinkas Küche:

Quelle https://www.youtube.com/watch?v=vDWN7ok0Woo