Schon mal ein fruchtiges Löwenzahn-Gelee mit Orange probiert? Oder einen selbstgemachten Waldmeister-Zitronen-Sirup? Wir verraten Euch, wie Ihr wirklich Leckeres aus Kräutern und Pflanzen zaubern könnt, die Ihr überall am Wegesrand findet. Noch ein bisschen Frucht aus dem Obstbaron-Obstkorb dazu zum Verfeinern und fertig ist der fast geschenkte Genuss.

Löwenzahn und Orange – eine überraschend leckere Kombination

Löwenzahn ist für viele entweder Kaninchenfutter oder Unkraut, das nichts im Garten zu suchen hat. Wir empfehlen euch als besonders nachhaltige Unkrautvernichtung: einfach essen! Löwenzahnsalat und -suppe aus den Blättern kennen die meisten. Aber auch die Blüten lassen sich ganz wunderbar weiter verarbeiten – und das schmeckt richtig gut!

So geht’s: Sammelt einen großen Strauß Löwenzahnblüten, am besten abgasfrei aus einem Privatg arten. Jetzt kommt die Kleinarbeit: Zupft die gelben Blütenblätter ab, um wirklich nur den süß-fruchtigen Geschmack zu erhalten. Jetzt bitte wiegen, denn das Gewicht ist entscheidend für die Menge der übrigen Zutaten. Bei uns waren es letztlich 20 Gramm Löwenzahnblüten, die wir mit kaltem Wasser abgebraust und in einen Topf gegeben haben. Dann so viel Wasser darüber geben, dass die Blüten gerade bedeckt sind (bei uns etwa 200 ml) und Saft sowie auf Wunsch abgeriebene Schale einer Orange dazu. Auch ein Spritzer Zitronensaft kann nicht schaden. Das Ganze kocht Ihr auf uns lasst es dann über Nacht abgekühlt ziehen. Am nächsten Tag seiht Ihr die Flüssigkeit ab und wiegt noch einmal. Bei uns waren es dann auch 200 Gramm Flüssigkeit, die wir mit Gelierzucker im Verhältnis 1:2 aufgekocht haben.

Füllt das Gelee zuletzt in ein abgekochtes Marmeladenglas und fertig ist ein fruchtig-säuerliches und einfach köstliches Gelee. Wir waren überrascht über den fruchtig leichten und ein ganz klein wenig herben Eigengeschmack des Löwenzahns.

Mit Löwenzahn könnt ihr auch einen Löwenzahn Honig herstellen. Er erinnert von seiner zähen Konsistenz her an Bienenhonig und wird sehr lange gekocht. Ein Rezeptvideo findet Ihr hier bei Andrea Sokol:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=UPmhlZsG-UE

Waldmeister-Zitronen-Limo – frisch und fruchtig

Wer am Wald- oder Wiesenrand aufmerksam den Blick gen Boden senkt, findet ihn oft: Waldmeister. Wer einmal Lust hat, den echten Waldmeistergeschmack jenseits von knallgrünem, künstlichem Geschmack zu kosten, sollte jetzt beherzt zugreifen. Aber Vorsicht: Waldmeister sollte ausschließlich vor der Blüte geerntet werden, weil dann der Cumarin-Anteil noch nicht so hoch ist. Cumarin sollte nur in geringen Mengen genossen werden, da es in äußerst hohen Dosen genossen zu Kopfschmerzen und Übelkeit führen kann.

Waldmeister hat einen frisch-süßen Geschmack, der mit nichts zu vergleichen ist. Für eine Flasche selbst gemachten Waldmeister-Sirup benötigt ihr etwa zwei handvoll Waldmeister. Damit er einen intensiven Geschmack entwickelt, solltet ihr ihn etwa 24 Stunden lang trocknen lassen. Ihr werdet feststellen, dass sich der Geruch in dieser Zeit deutlich verstärkt. Zum Trocknen solltet ihr die Waldmeisterstängel auf ein Sieb oder Gitter legen oder kopfüber in kleinen Bündeln aufhängen.

Nach dem Trocknen kocht Ihr 750 ml Wasser mit 500 g Zucker auf, bis eine Zuckerlösung entstanden ist bzw. sich der Zucker vollständig gelöst hat. Das kann etwa 15 Minuten dauern. Gebt nun die Zuckerlösung in eine Schüssel mit dem Waldmeister und einer Zitrone in Scheiben. Wer keine Bitterstoffe aus der Schale mag, presst die Zitrone einfach aus und gibt den Saft dazu. Nun lasst ihr das Ganze über Nacht stehen, damit sich der Geschmack entfalten kann. Schließlich seiht ihr den Sirup ab, kocht ihn noch einmal kurz auf und füllt ihn in eine ausgekochte Flasche ab. So habt ihr den ganzen Sommer über eine spritzige Basis für Limonaden, Cocktails oder als Zutat für Desserts. Wer auf die knallgrüne Farbe nicht verzichten mag, kann zu grüner Lebensmittelfarbe greifen, wie wir es auch für unser Foto getan haben.

Der Klassiker im Mai ist natürlich die Maibowle. Ein Rezeptvideo gibt’s hier bei wocomoCOOK:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=LadXkHlY3DQ

Frucht und Kräuter – Experimentieren erlaubt

Die Kräuterküche wird in den letzten Jahren immer beliebter. Kräuter sind gesund und werten fast jede Gericht auf. Auch in Obstsalaten und Saftschorlen sind sie ein Genuss. Zitronenmelisse, Minze und auch Basilikum in Kombination mit Erdbeeren sind herrlich frisch. Orange und Rosmarin passen ganz wunderbar zusammen. Und wer frische Minze im Garten oder auf dem Balkon anpflanzt, sollte beim nächsten Apfelschälen gleich mal die Schale trocknen und aufbewahren. Beides zusammen ergibt einen herrlichen Tee. Gratis am Wegesrand findet Ihr zudem zahlreiche Wildkräuter.

Welche von ihnen essbar sind, erklärt Euch Silke Leopold in ihrem Beitrag:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Upd-XLbQsBc

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