Jetzt ist die Zeit der kräftigen heimischen Obstsorten mit starken Aromen und speziellen Ansprüchen bei der Verarbeitung. Wer schon einmal versucht hat, Holunderbeeren vom Stiel zu zupfen, ohne sich komplett zu besprenkeln, weiß, was gemeint ist. Wer wagt es trotzdem und will mit wirklich einzigartigen Geschmäckern und einer vollen Ladung Vitamine belohnt werden? Wir erklären Euch wie es geht.

Holunderbeeren – sauer, aber super gesund

Ob als Gelee, Saft, im Kuchen oder als Chutney – es lohnt sich, jetzt auf die Suche nach Holunderbüschen zu gehen. Die herb-aromatischen Früchte versorgen uns vor allem in der Erkältungszeit mit wertvollen Vitaminen wie dem Provitamin A und B-Vitaminen. Holunderbeerensaft wirkt schweißtreibend und fiebersenkend, weshalb er bereits vor hunderten von Jahren ein Klassiker in der Hausapotheke war. Roher Holundersaft soll sogar eine schmerzhemmende Wirkung haben und gegen Herpes helfen. Aber Vorsicht, eine zu hohe Dosis gilt als ungesund. Mehr als einen Esslöffel rohen Saft sollte man pro Tag nicht zu sich nehmen. Der – in aller Regel – mit ordentlich Zucker aufgekochte Saft dagegen ist unbedenklich.

Wer selbst Holundersaft kochen möchte, muss einfach nur die Beeren von den Strängen ziehen. Am besten gelingt dies mit einer Gabel. Aber Vorsicht, der Saft ist stark färbend, lässt sich nur schwer von den Fingern abwaschen und ist fast gar nicht mehr aus Kleidung herauszubekommen. Die Beeren werden schließlich in etwas Wasser gestampft und aufgekocht. Ein Liter gefilterter Saft wird anschließend mit einem Kilogramm Zucker aufgekocht. Wer den Saft anschließend in ausgekochte Flaschen abfüllt, hat den gesamten Winter über einen gesunden Erkältungstrunk, der bei Bedarf aufgewärmt wird.

Wer traditionelle Rezepte ausprobieren möchte, sollte die norddeutsche Fliederbeersuppe mit Grießknödeln ausprobieren. Ein Rezept gibt es bei Johannas Landleben und Küche:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=sD-4qPC5M2U

Brombeeren halten jung und fit

Brombeeren werden so viele gute Eigenschaften nachgesagt – Grund genug, die Frucht deutlich öfter auf den Speiseplan zu setzen. Sie werden noch bis Mitte Oktober geerntet – also nichts wie ran! Unter anderem enthalten Brombeeren zahlreiche Flavonoide, die freie Radikale abfangen und die Zellen schützen. Flavonoide tragen auch dazu bei, den Blutdruck zu stabilisieren und stärken so das Herz Kreislauf System. Die vielen enthaltenen Antioxidantien halten die Haut jung. Phosphor und Kalzium in den Beeren sind zudem gut für starke Knochen und Zähne.

Brombeeren müssen vorsichtig gelagert und sollten schnell verzehrt werden. Die zarten Früchte bekommen sehr schnell Druckstellen. Sobald Saft ausläuft, schimmeln sie sehr schnell. Am besten nascht Ihr sie sofort pur, kocht sie ein oder zaubert etwas Leckeres daraus. Ein Rezept für Brombeer-Minz-Törtchen findet Ihr bei Absolute Lebenslust:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=BNtqdBe9c6A

Eine wirklich leckere Tortenfüllung mit Brombeeren – die auch als Dessertcreme schmeckt – verrät Euch Nicoles Zuckerwerk:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Mur1LrLCfQE