Na, wer hat mal wieder Lust auf frisch geerntete Ribisel? Oder knackige Trübeli? Keine Ahnung was das ist? Das sind der österreichische und schweizer Name für Johannisbeeren und die sind derzeit hüben wie drüben wieder in aller Munde. Es ist Erntezeit für die Gartenbeeren, die in Rot, Weiß und Schwarz daherkommen und so wunderbar pflegeleicht vor sich hin wachsen.

Wir haben leckere Johannisbeer-Rezepte für Euch und verraten Euch auch, wie ihr die empfindlichen Beeren ohne nervige Fummelei von den grünen Stängeln pflückt.

Doch erste einmal gibt es eine kleine Warenkunde. Johannisbeeren sind eng mit der Stachelbeere verwandt und bei uns haben sie ihren Namen, weil sie rund um den Johannistag (24. Juni) reif werden. Das Land mit der üppigsten Johannisbeer-Ernte war übrigens zuletzt Russland, gefolgt von Polen, der Ukraine und Deutschland auf Platz vier. Tatsächlich wächst die kleine Beerenfrucht aber auf der ganzen Welt. Es gibt keinen Kontinent und kaum ein Land, in dem sie nicht zu Hause ist. Es gibt weltweit rund 150 verschiedene Sorten. Auch als Zierpflanze erlangt die Johannisbeere Verbreitung.

Auch in der Heilkunde findet die Ribisel Verwendung und war so lange Zeit ein Geheimtipp im Klostergarten. Hildegard von Bingen bezeichnete die schwarze Johannisbeere als „pflanzliches Cortison” und empfahl sie bei Rheuma oder Gicht. Ein Sud aus Johannisbeerblättern wird beispielsweise gern verwendet, um Aphten im Mundraum zu behandeln. Vorsicht ist jedoch bei den kleinen grünen Stängeln geboten. Sie enthalten Blausäure und sollten nicht übermäßig verzehrt werden. Doch wie geht das am besten, ohne die empfindlichen Beeren zu quetschen? Bei vollreifen Johannisbeeren reicht es, vorsichtig mit einer Gabel an den Stängeln entlangzufahren. Die Beeren fallen dann ganz leicht ab.

Ein Rezept für Johannisbeer-Gelee, das auch ohne Entsafter gelingt, findet Ihr übrigens hier bei „Bin im Garten“:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=d3HSbrHzq_o

Gelee, Kuchen, Wein – die Johannisbeere kann fast alles

Johannisbeere ist nicht nur als Gelee ein Gedicht. Auch über den Salat gestreut oder statt Preiselbeere in der herzhaften Küche kann sie überzeugen. Die guten Inhaltsstoffe bleiben übrigens auch beim Einfrieren erhalten. Es spricht also nichts dagegen, sich einen Vorrat anzulegen. Auch verarbeitet zu Saft, Mus oder Chutney bleibt die Johannisbeere gesund. Ihr habt Appetit bekommen? Dann probiert doch mal ein paar Rezepte aus.

Ein Klassiker aus Omas Küche sind Johannisbeer-Küchlein, die in der Pfanne ausgebacken werden. Ihr braucht:

  • etwa 300g Johannisbeeren
  • 3 EL Mehl
  • 2 EL Zucker (oder nach Belieben)
  • 150ml heiße Milch

Alle Zutaten gut vermengen und in der Pfanne zu kleinen Küchlein ausbacken. Nach Belieben Puderzucker darüber geben.

Zum Rezept findet Ihr bei Cooking Kochen und Backen auch eine Videoanleitung:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=n9VhP06hPik

Es darf ruhig etwas außergewöhnlicher sein? Wie wäre es dann mit Vanille-Parfait an Johannisbeer-Senf-Sauce? Die Anleitung gibt’s hier bei Foodboom:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Is9iVluW3XM

Die Rezepte sind klassischerweise für rote Johannisbeeren gedacht. Es können aber völlig problemlos weiße oder – wer den kräftigen Geschmack liebt – schwarze Johannisbeeren verwendet werden. Bei letzteren muss eventuell die Zuckermenge angepasst werden.