Im August haben Kirschen Hochsaison. Seit ein paar Wochen sind auch die Sauerkirschen erntereif und durch neue Züchtungen können sogar bis in den frühen Herbst hinein Kirschen geerntet werden. Genau das ist das Schöne an der Kirschenzeit: Die einzelnen Sorten unterscheiden sich in ihrem Erntezeitpunkt, so dass Ihr immer Abwechslung auf dem Obstteller habt.

Kirschensorten – eine kleine Warenkunde

Den Anfang der Kirschensaison machen ab Juni die Süßkirschen. Sie sind je nach Sorte gelb bis schwarzrot und werden vor allem im südlichen Teil Deutschlands und in Niedersachsen angebaut. Man unterscheidet zwischen den weichen Herzkirschen und den spät reifenden, festeren Knorpelkirschen.

Ab Juli werden die Sauerkirschen reif. Sie werden in Deutschland vor allem in Rheinland-Pfalz und Sachsen angebaut.

Besonders beliebt zu Waffeln sind die Schattenmorellen. Sie sind eine sehr alte Sauerkirschsorte und stammen aus Frankreich. Ihr Name hat übrigens nichts mit Schatten zu tun, sondern stammt vermutlich vom französischen Namen Chatel Morel ab.

Der absolute Klassiker auf der sommerlichen Kaffeetafel ist und bleibt der Kirsch-Quark-Kuchen. Natürlich haben wir ein Rezept für euch herausgesucht. Alexandras Food Lounge zeigt euch, wie es geht:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=F0qY3c8N0cM

Kleine Tricks aus der Kirschen-Küche

Wer Kirschmarmelade liebt, hat es vielleicht schon einmal gehört: Ein bis zwei Kirschkerne pro Glas sollen dafür sorgen, dass der Geschmack noch intensiver wird.

Wenn man den grünen Stiel erst nach dem Waschen abzupft, schont man das Aroma und verhindert, dass die Frucht verwässert.

Kirschen reifen nach der Ernte nicht mehr nach. Ihr solltet beim Einkauf am besten auf einen sattgrünen Stiel achten.

Vollreife Kirschen sind sehr saftig. Deshalb entkernt ihr sie am besten, wenn ihr sie zuvor für 10 Minuten ins Gefrierfach legt.

Noch ein Zero Waste Tipp: Wer eine größere Menge Kirschen entsteint, kann die Kerne waschen, gut trocknen und anschließend eigene Kischkernkissen nähen. Diese können bei Bauchschmerzen oder kalten Füßen im Backofen oder der Mikrowelle aufgewärmt und als Wärmflaschenersatz ins Bett gelegt werden. Eine Anleitung gibt es bei wocomoLIVING – home and garden:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=vkDDxfgs-Sg

Kirschen haltbar machen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kirschen haltbar zu machen, um sie das gesamte Jahr hindurch genießen zu können.

Man kann sie im Dörrgerät trocknen, was den Geschmack der Früchte noch einmal deutlich intensiviert und ein köstliches Topping für Müsli oder Süßspeisen ist.

Man kann sie einwecken, also in Einmachgläsern mit Wasser Zucker und Gewürzen nach Wunsch haltbar machen.

Wie das genau funktioniert, seht Ihr hier bei AiYou:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=t29mOW_f–0

Man kann Kirschen auch hervorragend einfrieren, dann aber bitte vorher entkernen.

Marmeladen und Gelees aus Kirschen sind ebenfalls eine köstliche und variantenreiche Möglichkeit, so schmeckt Kirsch-Konfitüre mit kräftigen Gewürzen wie Zimt und Tonkabohne ebenso fein wie mit Vanille, Marzipan, Amaretto, Schokolade oder im Mix mit dunklen Beeren.

Ein Rezept für schokoladige Kirschmarmelade gibt es hier bei lanaprinzip:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=fp4uyxHer4g