Rot, Gelb, Grün, Orange: Wusstet ihr schon, dass die verschiedenen Farben des Obstes keine einfache Laune der Natur sind, sondern tatsächlich eine Bedeutung haben? Jede Farbe hat ihre eigenen Vorteile und Funktionen. Ihr liebt knallgrüne Äpfel oder sattrote Beeren? Vielleicht braucht Euer Körper genau das was in den bunten Schalen steckt. Und auch der Spruch „Treib es bunt, dann ernährst du dich gesund“ kommt nicht von ungefähr.

Die Färbung der Früchte entsteht durch verschiedene sekundäre Pflanzenwirkstoffe. Diese haben zwar im Gegensatz zu Vitaminen keinen Nährwert. Aber sie weisen funktionelle Eigenschaften auf, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben können. Appetit auf eine kleine Farbenlehre?

Rot – gut fürs Herz

Wer regelmäßig rote Früchte zu sich nimmt, kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Das liegt an dem sekundären Pflanzenstoff Lykopin, der in rotem Obst steckt. Lykopine schützen nachweislich vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßverengungen. Bei Kirschen, roten Johannisbeeren, Himbeeren, Erdbeeren oder Nektarinen darf also beherzt zugegriffen werden.

Ihr wollt Rot sehen? Ein leckeres Rezept für rote Grütze mit Kirschen findet Ihr hier bei CookBakery:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=shXuMJzNKGQ

Orange – stark gegen Entzündungen

Carotinoide, die für eine gelb-orangfarbene Schale sorgen, sollen in erster Linie das Obst vor UV-Strahlen schützen, Sie haben aber auch eine krebsvorbeugende und entzündungshemmende Wirkung. Sie stimulieren außerdem das Immunsystem und wirken vorbeugend gegen Hautalterung.

Wer mehr Carotinoide in Obstform zu sich nehme möchte, kann häufiger mal getrocknete Ananasscheiben naschen oder Birnen, Mangos oder Mirabellen zu sich nehmen. Wer dann noch Kurkuma oder Ingwer dazu gibt, hat einen wahren Immun-Booster.

Bei „Gesundes Wohnen“ findet Ihr ein Rezept für einen Ananas-Kurkuma-Ingwer-Smoothie, der Euren Organismus ordentlich wachrüttelt:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=_xoVjVO-j1A

Violett – gut für den Darm

Die dunkle Farbe von Pflaumen oder schwarzen Johannisbeeren entsteht durch den sekundären Pflanzenwirkstoff Anthocyane. Dieser Stoff wirkt antioxidativ und schützt etwa unsere Zellen vor schädlichen Sauerstoffradikalen. Auch auf das Blut wirkt sich dies positiv aus, unter anderem wird das gute Cholesterin (HDL-Spiegel) erhöht.

Schwarze Johannisbeeren haben außerdem einen hohen Gehalt an Gerbstoffen, die entzündungshemmend und adstringierend (zusammenziehend) wirken. Damit schützen sie den Darm und fördern eine gesunde Darmflora.

Ihr wollt Euer blaues Wunder erleben? Ein Rezept für einen Frühstücks-Zopf mit Blaubeeren findet Ihr hier bei Leckerschmecker:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=SU2pTapMy3o

Grün – für den „Detox-Effekt“

Grün gilt seit jeher als die Farbe der Natur, der inneren Kraft und der Harmonie. Als grünes Obst bereichern Äpfel, Feigen, Trauben, Stachelbeeren und Kiwis den Speiseplan.

Der sekundäre Pflanzenstoff, der bei grünem Obst unseren Körpers tärkt, dürfte jedem bekannts ein, der schon einmal im Biologie-Unterricht gesessen hat. Es ist der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, der bei der Photosynthese an der Sauerstoffproduktion beteiligt ist.

Grünen Lebensmitteln wird nachgesagt, dass sie reinigend wirken und einen „Detox-Effekt” haben – jetzt wisst Ihr, warum grüne Smoothies als das gesunde Nahrungsmittel schlechthin gelten. Außerdem enthalten viele grüne Obst- und auch Gemüsesorten den Farbstoff Lutein. Er unterstützt den Zellaufbau und soll die Sehkraft schützen.

Gleich 3 Rezepte für gesunde grüne Smoothies und zahlreiche Tipps findet Ihr hier bei SophiaThiel:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=IqqJmXHDuyo