Ist es nur eine Frage der regionalen Sprechweise, ob von Pflaumen oder Zwetschgen die Rede ist? Mitnichten! Tatsächlich ist die Zwetschge (auch Zwetsche genannt) nur eine von vielen Unterarten der Pflaume. Sie ist immer länglich und violett, während die Pflaume in vielfältigen Erscheinungsweisen auftreten kann. Zwetschgen und violette Pflaumen eignen sich unterschiedlich gut zum Kochen oder Backen. Wer sich auskennt, erkennt auf den ersten Blick, ob es sich um eine Pflaume oder eine Zwetschge handelt.

Zwetschgen sind häufig von einer weißlichen Schicht, dem sogenannten Fruchtwachs, überzogen. Ihr Fruchtfleisch löst sich leicht vom Kern. Pflaumen sind eher rund. Sie sind süßlicher, meist weicher und deutlich saftiger als die eher trockene Zwetschge. Das ist auch der Grund, warum man in der Küche durchaus darauf achten sollte, womit man es zu tun hat. Die saftigen Pflaumen ergeben herrliches Kompott oder auch Chutneys und Konfitüren. Zwetschgen gelten als perfektes Obst für den Blechkuchen, da sie den Boden nicht matschig werden lassen.

Appetit bekommen? Ein Rezept für einen feinen Zwetschgenkuchen mit Mürbeteig und Zimtstreuseln findet Ihr hier in der Back Lounge:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=jWBfpjvxGUI

Pflaumenmus – der köstliche Klassiker selbst gemacht

Eines der beliebtesten Produkte aus Pflaumen, das aber von kaum jemandem selbst hergestellt wird, ist das Pflaumenmus als stichfester Brotaufstrich. Dafür werden die Pflaumen püriert und sehr langsam gekocht.
Wer es einmal selbst ausprobieren will, muss keine Angst haben. So kompliziert ist es gar nicht. Man braucht nur etwas Zeit. Ein einfaches Rezept gibt es hier im Liebenswert Magazin: https://www.liebenswert-magazin.de/pflaumenmus-nach-omas-rezept-einfach-selber-machen-4208.html

Ein Rezept ohne Kristallzucker gibt es hier von Anne Reihe:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=d6UoTZk9VKQ

Egal ob selbstgemacht oder gekauft: Aus dem tiefdunklen Pflaumenmus-Aufstrich lassen sich köstliche Backwerke zaubern. Ob gefüllte Plätzchen oder Blätterteigtaschen – der süß-herbe Geschmack veredelt jeden Teig. Ein ganz besonderer Genuss ist die friesische Pflaumentorte, die unbedingt 3 Tage durchziehen muss. Sie ist ein Gedicht und wird – wenn Ihr sie einmal serviert habt – sicherlich regelmäßig nachgefordert werden. Auf dem Kuchenbuffet ist sie gern als erste verputzt, wenn sich ihr köstlicher Geschmack erst einmal herumgesprochen hat. Ein Rezept für die auch als friesische Weihnachtstorte bekannte Köstlichkeit gibt es hier: https://www.chefkoch.de/rezepte/1613771268593594/Friesische-Weihnachtstorte.html

Heimische Pflaumensorten – Vielfalt in Rot-Lila

Der Pflaumenbaum ist ein Klassiker in den hiesigen Gärten. Die beliebteste Unterart ist nach wie vor die Zwetschge. Wer die Früchte liebt, kann sich inzwischen mehrere Sorten mit versetzten Blüte- und Erntephasen in den Garten setzen, um so von Frühsommer bis Spätherbst ernten zu können.

Bei den großen, runden Pflaumen, die man im Supermarkt kaufen kann, handelt es sich im Übrigen meistens um Varianten der Japanischen Pflaume. Sie werden meist aus südlichen Ländern importiert und haben ein deutlich wässrigeres Aroma als heimische Züchtungen. Übrigens: Viele Pflaumenbäume neuerer Züchtung tragen bereits ein Jahr nach dem Pflanzen üppig Früchte.

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