Macht Bananenschale wirklich weißere Zähne? Und warum sollte man Apfel- und Orangenschalen nicht wegwerfen? Wir zeigen Euch die verrücktesten Livehacks mit Obstschalen.

Behauptung 1:  Bananenschale macht die Zähne weißer

Es kling zu schön, um wahr zu sein: Reibe deine Zähne alle paar Tage mit der Innenseite einer Bananenschale ein und Deine Zähne werden natürlich weiß. Aber kann das wirklich so einfach funktionieren? Schließlich geben immer noch Menschen Unmengen an Geld für teure Bleachings aus. Alles gar nicht nötig?

Und so soll es gehen: Bananen enthalten viel Magnesium und Kalzium was zu einem natürlichen Aufhellungseffekt führen soll. Um das zu erreichen, soll man die weiße Seite der Bananenschale auf die Zähne reiben, bis sich eine deutliche Schicht gebildet hat. Diese soll 10 Minuten einwirken, ohne dass Speichel oder Lippen die Bananenschicht abtragen – also am besten den Mund leicht geöffnet, die Lippen geschürzt lassen. Anschließend soll man die Bananenschicht mit einer trockenen Zahnbürste in die Zähne einmassieren.

Experten halten das für kontraproduktiv, da das unmittelbare Zähneputzen nach dem Verzehr von Obst (auch wenn es nur aufgerieben wird), den Zahnschmelz angreift. Stattdessen sollte man die Banane mit einem Tuch abwischen und bis zum Zähneputzen mindestens 30 Minuten warten.

Funktioniert’s? In Internetforen berichten User davon, dass die Bananenschale Ihre Zähne wirklich weißer gemacht hat. Mehrere Nuancen Aufhellung werden damit aber wohl nicht erreicht. Die Bananenschale scheint jedoch vor zukünftigen Verfärbungen zu schützen. Wer die Zähne regelmäßig nach dem Konsum von verfärbenden Substanzen wie Rotwein, Kaffee oder schwarzem Tee mit Bananenschale einreibt, scheint dazu beizutragen, dass keine neuen Verfärbungen entstehen.

Bananenschale soll noch weitere Wunderkräfte haben. Ein Video dazu findet Ihr hier:

Video-Link: https://youtu.be/Ev7LKSde38c
Quelle: Natürliche Heilmittel

Behauptung 2: getrocknete Apfelschale macht den leckersten Tee

Wer sich häufiger durch Foodblogs liest, stolpert immer mal wieder über die Empfehlung, Apfel- und Orangenschalen zu trocknen und als leckeren Tee aufzugießen. Aber kann feiner Teegenuss wirklich so einfach sein?

Und so soll es gehen: Statt Apfel- und Orangenschalen wegzuwerfen, soll man sie in der Küche zum Trocknen aufhängen. Mit kochendem Wasser übergossen, sollen sie anschließend einen herrlich aromatischen Tee ergeben.

Funktioniert’s? Sagen wir mal so: Ab vier Handvoll Schalen pro Tasse könnte man von einem deutlich spürbaren Aroma sprechen. Es mag von der Apfel- oder Orangensorte abhängen, aber die Geschmacksausbeute war bei uns eher gering.  Eine Handvoll Apfelschalen pro Tasse haben kaum Geschmack gebracht.

Gelohnt hat sich das Experiment trotzdem: In der Küche roch es beim Aufkochen wunderbar nach Obsternte und Spätsommer. Fazit: Wer Schalen aufkocht, kann damit ohne künstliche Duftstoffe und Pumpsprays ein Raumdeo kreieren. Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen sind herrlich frisch und vertreiben unangenehme Düfte im Handumdrehen. Apfel, Nelken und Zimt sind natürlich perfekt für die Weihnachtszeit. Apfel und Vanille erzeugen einen herrlichen Wohlfühlduft, der harmonisiert.

In den USA ist diese Art des Raumduftes als „Stovetop Simmer“ oder „Simmering Potpourri“ bekannt. Ein Video mit vielen Rezepten findet Ihr hier:

Video-Link: https://youtu.be/azykZN4dNDQ
Quelle: Amber Kelley

Behauptung 3: Zitronenschalen lösen Kalkflecken

Die Zitrone gilt als natürliches Reinigungsmittel, das Keime abtötet und Kalk entfernt. Reine Zitronenschale soll besser sein als jeder Putzschwamm. Kann das sein?

Und so soll es gehen: Beim nächsten Zitronenpressen schmeißt Ihr die Schalen nicht weg, sondern legt sie in ein großes Weckglas, das Ihr mit Essig aufgießt. Nach etwa vier Wochen hat die Zitronenschale ihre reinigenden Stoffe an das Essig abgegeben und Ihr könnt den Aufsatz als natürliches Reinigungsmittel verwenden.

Funktioniert’s? Besonders geeignet ist der Aufsatz für Glas und Bad- oder Küchenarmaturen. Kalkflecken, die noch nicht allzu lang existieren, werden damit tatsächlich zuverlässig entfernt. Auch Küchenfronten werden damit fettfrei.

Ein Schuss von dem Aufsatz gemischt mit Wasser bringt sogar den Wasserkocher wieder zum Glänzen – die Mischung etwa 30 Minuten einwirken lassen und dann ganz normal spülen.

Bei hartnäckigen Kalkflecken, Backblechen mit eingebranntem Fett oder einem verfärbten Schneidebrett, muss die nächste Stufe gezündet werden – gebt einfach etwas Natron dazu. Das verstärkt die Reinigungskraft und entfernt auch besonders hartnäckigen Schmutz.

Eine Anleitung für den Zitronen-Essig-Reiniger gibt’s bei Nia Latea:

Video-Link: https://youtu.be/AAc9y20rutQ
Quelle: Nia Latea