Im Herbst kommen endlich wieder heimische Birnen auf den Tisch und begleiten uns den ganzen Winter hindurch. Birnen stehen oft hinter den weitaus präsenteren Äpfeln zurück, dabei sind sie für manche Menschen weitaus bekömmlicher. Hättet Ihr das gewusst? Was Ihr sonst noch über Birnen wissen solltet und wie sie am besten schmecken, erfahrt ihr hier.

Birnen sind süßer und bekömmlicher als Äpfel

Birnen enthalten deutlich wenige Fruchtsäure als Äpfel. Das macht sie speziell für Babys oder generell für Menschen mit empfindlichen Magen bekömmlich. Sie schmecken dadurch zudem deutlich süßer als Äpfel. Gekocht zubereitet sind sie die ideale Schonkost.

Birnen enthalten viele Ballaststoffe. Das hält die Verdauung in Gang und sättigt. Außerdem enthalten Birnen Vitamin C, Eisen, Magnesium und Folsäure – die ist wichtig für die Bildung von Glückshormonen – also nichts wie ran an die Birne!

Die Birne ist ein Rosengewächs

Birnen zählen zu den Rosengewächsen, wie auch Äpfel und Aprikosen. Wer sie lagern möchte, sollte nicht zu reife Birnen kaufen und sie kühl lagern – gerne im Keller oder auch im Kühlschrank. Ein bis zwei Tage vor dem Verzehr sollte immer eine kleine Portion Birnen bei Zimmertemperatur im Obstkorb lagern. Dann reifen die Früchte nach und schmecken angenehm süß.

Es gibt viele köstliche Birnensorten. Die bekannteste ist sicherlich die Williams Christ, allerdings weniger wegen ihres kräftigen Geschmacks, sondern wegen des gleichnamigen Obstbrandes. Besonders häufig gegessen wird bei uns die große, langhalsige Conference, deren raue Schale geschält werden sollte. Clapps Liebling ist eine Sorte, die vor allem in Norddeutschland angebaut wird und zu den ersten reifen Sorten im Jahresverlauf gehört. Im Oktober ist die Alexander Lucas erntereif, eine kleine, kräftig grüne Birne mit glatter Schale. Sie eignet sich gut zum Einkochen oder Einwecken. Eine gute Lagerbirne ist auch die Abate Fetel, eine wohlschmeckende Sorte mit langer Tradition in Deutschland.

Herzhafte Rezepte mit Birne

Birnen eignen sich nicht nur als Obstsnack oder in Kuchen und Desserts. Sie schmecken auch köstlich zu kräftigen Begleitern wie Wild, Speck oder aromatischem Käse. Am berühmtesten dürfte die Preiselbeerbirne zu Wildgerichten sein. Oder auch Birne mit Gorgonzola. Mit Nelken in Rotwein gekocht ist Birne ebenfalls ein herrlicher Begleiter zu kräftigem Fleisch wie Wild. Die Birnen sollten unbedingt ein paar Tage in dem Rotweinsud ziehen, um den vollen Geschmack zu erhalten.

Ein Rezept für Rotweinbirnen-Kompott, das Ihr sowohl mit Herzhaftem als auch mit Desserts kombinieren könnt, gibt es bei COOKING Kochen und Backen:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=oe9ATCUTPCM

Birne und Blauschimmelkäse sind ein absolutes Traumpaar, weil sie gegenseitig ihr Aroma hervorheben. Ein köstliches Rezept findet Ihr bei Natuerlich Lecker:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=zfLU5EuXRGQ

Süße Klassiker mit Birne

Ein absoluter Klassiker in der süßen Küche ist die Birne Helene. Na, wer erinnert sich noch was das ist? Wir verraten es euch. Die Birne Helene entstammt der französischen Haute Cuisine. Die Frucht wird in Zuckerlösung gekocht und mit Vanilleeis angerichtet. In der Original-Version kommen noch kandierte Veilchen dazu. Und ein absolutes Muss, damit es echte Birne Helene ist: Es muss heiße Schokoladensauce dazu serviert werden. Inzwischen sind die Glanzzeiten des Rezepts vorbei, heute geht sogar Dosenbirne mit kalter Schokosauce als Birne Helene durch. Vielleicht hat ihr Loriot deshalb eine filmische Hommage beschert. In seinem Film Pappa ante Portas streiten sich die Darsteller vortrefflich über das korrekte Rezept.

Wer hat Lust bekommen und möchte den Klassiker nachkochen? Ein originalgetreues Rezept findet Ihr bei Hobbyhoch Kai:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=OYCbjL5wqJc

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