Alle Jahre wieder taucht er auf Pinterest und Co. auf – der Weihnachtsbaum aus Obst. Auf der Festtafel macht sich das süße Bäumchen bestimmt ganz hervorragend. Doch klappt es mit dem Baum-Bau wirklich so einfach wie behauptet und ohne gleich eine ganze Obstabteilung leerkaufen zu müssen? Ein Nachbauversuch mit knackigen Leckereien vom Obstbaron…

Als „super einfach“ und schnell gemacht wird der Obstbaum in einschlägigen Blogs angepriesen. Bau-Anleitungen gibt es zuhauf, zum Beispiel hier von So geht das:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=silmWXGIsDA

Oder hier von Shantisfaction:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=N1qKJhz8pqI

Als bewährter Unterbau gilt ein halbierter (und damit standsicherer) Apfel, in dem mit einem Zahnstocher als Verbindungsstück eine Möhre befestigt wird. Nun werden rundherum Zahnstocher hineingesteckt. Unten sollten sie weiter herausragen, nach oben hin steiler nach oben ragen und kürzer werden.

Eine Anleitung mit Fotos gibt’s hier: https://www.ichzeigdirwiemanskocht.de/recipe/obst-weihnachtsbaum/

Jetzt kommt der spannende Teil. Nun wird nach Lust und Laune Obst auf die Zahnstocher gespießt. Unsere Zutaten:

  • 1 Apfel
  • 1 Beutel kernlose Weintrauben
  • 1 Päckchen Physalis (Kapstachelbeeren)
  • 1 Schälchen Himbeeren

Alternativ geht auch jedes andere Obst, wie Kiwi, oder auch mit Sternenförmchen ausgestochene Mango- oder Melonenstücke.

Im ersten Versuch haben wir vor allem Trauben verwendet und hofften, durch munteres Trauben-auf-Zahnstocher-stecken ein dichtes Blätterkleid zu erzeugen. Das Ergebnis: Es blieb viel zu viel Freiraum zwischen den Zahnstochern. Das Ganze sah aus wie eine Möhre mit grünen Beulen.

Also alles wieder runter und modellieren. Dafür haben wir Apfelscheiben so auf den  Zahnstochern drapiert, dass sich eine blickdichte Decke ergab. Der Vorteil: Je nachdem wie die Apfelscheiben ausgerichtet werden, lässt sich die Form des Baumes wunderbar gestalten.  Als zweite Schicht haben wir schließlich weiteres Obst auf die freien Enden der Zahnstocher gesteckt. Die Himbeeren sollten dabei an Christbaumkugeln erinnern. Die Physalis sollten mit ihren Blättern ein bisschen Fülle bringen.

Unser Fazit: Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Das Ganze sieht nicht nur wirklich aus wie ein Miniaturbaum. Es macht sich auch richtig gut auf der Festtafel und ist eine knackig frische Alternative zum überzuckerten Bunten Teller. Aber Achtung, lange Freude hatten wir nicht daran. Unser Baum war in 10 Minuten komplett von den lieben Kollegen geplündert!